Uber – Des einen Freud des anderen Leid

„Ich ruf mir mal eben ein Taxi“ – Dieser Satz könnte vielleicht bald immer seltener zu hören sein, denn die Taxifahrer bekommen jetzt Konkurrenz. Mächtige Konkurrenz.

Seid einiger Zeit macht nämlich ein neues Geschäftsmodell den traditionellen Taxi-Unternehmen das Leben schwer. Es handelt sich hierbei um das amerikanische Start-Up Uber, was sich rasant ausbreitet und zwar auch in Deutschland. Es funktioniert auf andere Art und Weise, als die das herkömmliche Taxi-Modell. Der Dienst arbeitet nämlich via App, also im Prinzip über die Cloud. Dabei nennt der Fahrgast der App die gewünschte Route und bekommt einen Fahrer in seiner Nähe zugewiesen. Bei den Fahrern handelt es sich meist um konzessionsfreie Fahrer, die ihre Dienste nur über das Portal anbieten. Uber kassiert dabei nur eine Provision für die Vermittlung.

Doch gerade dieses System macht den herkömmlichen Taxifahrern das Leben schwer, denn Uber kann durch das komplett andere Geschäftsmodell meist erheblich günstigere Preise bieten und der Fahrgast hat über die App zudem die Transparenz, ob sich ein Fahrer gerade in der Nähe befindet.

Das wollten 100 Taxifahrer in der ungarischen Hauptstadt Budapest nicht hinnehmen und protestierten gegen die ungewünschte Konkurrenz, indem sie eine Kreuzung stundenlang blockierten. In mehreren Ländern ist Uber bereits aus unterschiedlichen Gründen verboten.

Ob sich die Verbotsserie fortsetzt wird sich zeigen. Ich finde es allerdings bemerkenswert, dass eine App dazu in der Lage ist, einen kompletten Markt durcheinander zu bringen.

Hier habe ich nochmal ein Video rausgesucht, was die Proteste gegen Uber gut veranschaulicht: