Terror-Spam statt Spam-Terror – Wie Kriminelle unsere Emotionen ausnutzen

Spamming ist ein illegales und zugleich lukratives Geschäft, da sind wir uns alle einig. Ob man mal wieder ein Super-Sonderangebot für Viagra erhält oder schon zum siebten mal ein iPhone gewonnen hat – das sind alles Spam-Praktiken, die wir schon längst kennen. Nun haben es die Spammer allerdings auf die Spitze getrieben und zwar auf die Spitze der Geschmacklosigkeit.
Deutschland zittert noch immer vor den grausamen und feigen Anschlägen in Paris, die letztes Jahr einige Menschen das Leben gekostet haben. Internetkriminelle sind bei sowas allerdings nicht ansatzweise so emotional, für sie zählt einfach nur der Profit, den sie auf Kosten anderer erwirtschaften.
Genau deshalb ließen sich die Spammer nun auch eine sehr makabere Idee einfallen: Sie versendeten deutschlandweit eine Spam-Mail, in der sie sich als Bundespolizeipräsidium Potsdam ausgaben und angebliche Sicherheitstipps für Terrorwarnungen verteilten. Diese vermeidlichen Ratschläge sollten sich im Anhang befinden. Klickt der Benachrichtigte jedoch auf den Anhang wird der Rechner mit Schadsoftware der übleren Sorte infiziert. Wahrscheinlich können die eingeschleusten Programme persönliche Daten ausspähen, euren PC sperren oder andere ungewollte Aktionen hervorrufen.
Doch Spamschutz ist in diesem Fall nicht schwer. Die Spam-Nachricht ist durch die Verwendung schlechter Grammatik und Rechtschreibung äußerst einfach als solche zu identifizieren. Im Zweifelsfall einfach löschen oder die örtliche Polizeidienststelle benachrichtigen oder gleich einem guten Spamfilter gegen Malware und Spam vertrauen.
Liebe Spammer, verschenkt doch in Zukunft einfach wieder iPhones und nutzt nicht auch noch die Emotionen ahnungsloser Bürger aus – Oder wie wäre es gleich mit einem seriösen Beruf?