Die Bundeswehr wird digital

Man ist sich sicher: die Kriege von morgen werden vermehrt in der Online-Welt stattfinden, statt wie gewohnt auf einem Schlachtfeld mit Panzer und schwerer Artillerie. Das hat jetzt auch die Bundeswehr erkannt und rüstet für den digitalen Kampf auf.

„Kommando für Cyber- und Informationsraum“ wird die neue Einsatztruppe heißen, die mit Stand heute für Recht und Ordnung im Internet sorgen- und Hackerangriffe vereiteln wird. Die Statistiken sprechen nämlich für sich: Allein in den ersten neun Wochen des Jahres gab es 284.000 Angriffe auf Bundeswehr-Rechner, damit ist sie ein beliebtes Ziel für Cyber-Kriminelle aus aller Welt. Man habe es bei den Cyber-Bedrohungen „mit einer sehr ernst zu nehmenden Waffe zu tun“, bringt Verteidigungs-Staatssekretärin Katrin Suder zum Ausdruck. Cyber-Attacken seien viel kostengünstiger zu verwirklichen als herkömmliche Angriffsmethoden, deshalb sei dies momentan „das Sicherheitsthema“ schlechthin für sie. Die neue Truppe soll außerdem gleichberechtigt mit Heer, Luftwaffe und Marine sein.