Spionage per Smartphone – Wie unsere Handys uns aushorchen

Fällt euch auf Anhieb jemand ein, der kein Smartphone besitzt? Für die meisten dürfte es in der Tat schwierig werden, diese Frage mit ja zu beantworten. Natürlich, denn die kleinen Helfer bieten jede Menge Anwendungen und Funktionen, die uns das Leben erleichtern sollen – wenn da nicht ein Haken wäre. Viele Apps fordern vor der Installation eine Menge Berechtigungen an, denen man zustimmen muss, wenn man sie nutzen will. Nicht wenige dieser Berechtigungen greifen tief in die Privatsphäre der Nutzer ein, ohne, dass diese das überhaupt merken. Standortabfrage, uneingeschränkter WLAN-Zugriff, Zugriff auf Benutzerkonten und Internetverläufe. – Ist es uns das wert, auch wenn die meisten Apps kostenlos sind? Schließlich bezahlen wir schlussendlich mit unseren Daten. Passend dazu füge ich euch mal in Video an, dass genau auf diese Thematik eingeht:

Uber – Des einen Freud des anderen Leid

„Ich ruf mir mal eben ein Taxi“ – Dieser Satz könnte vielleicht bald immer seltener zu hören sein, denn die Taxifahrer bekommen jetzt Konkurrenz. Mächtige Konkurrenz.

Seid einiger Zeit macht nämlich ein neues Geschäftsmodell den traditionellen Taxi-Unternehmen das Leben schwer. Es handelt sich hierbei um das amerikanische Start-Up Uber, was sich rasant ausbreitet und zwar auch in Deutschland. Es funktioniert auf andere Art und Weise, als die das herkömmliche Taxi-Modell. Der Dienst arbeitet nämlich via App, also im Prinzip über die Cloud. Dabei nennt der Fahrgast der App die gewünschte Route und bekommt einen Fahrer in seiner Nähe zugewiesen. Bei den Fahrern handelt es sich meist um konzessionsfreie Fahrer, die ihre Dienste nur über das Portal anbieten. Uber kassiert dabei nur eine Provision für die Vermittlung.

Doch gerade dieses System macht den herkömmlichen Taxifahrern das Leben schwer, denn Uber kann durch das komplett andere Geschäftsmodell meist erheblich günstigere Preise bieten und der Fahrgast hat über die App zudem die Transparenz, ob sich ein Fahrer gerade in der Nähe befindet.

Das wollten 100 Taxifahrer in der ungarischen Hauptstadt Budapest nicht hinnehmen und protestierten gegen die ungewünschte Konkurrenz, indem sie eine Kreuzung stundenlang blockierten. In mehreren Ländern ist Uber bereits aus unterschiedlichen Gründen verboten.

Ob sich die Verbotsserie fortsetzt wird sich zeigen. Ich finde es allerdings bemerkenswert, dass eine App dazu in der Lage ist, einen kompletten Markt durcheinander zu bringen.

Hier habe ich nochmal ein Video rausgesucht, was die Proteste gegen Uber gut veranschaulicht:

Terror-Spam statt Spam-Terror – Wie Kriminelle unsere Emotionen ausnutzen

Spamming ist ein illegales und zugleich lukratives Geschäft, da sind wir uns alle einig. Ob man mal wieder ein Super-Sonderangebot für Viagra erhält oder schon zum siebten mal ein iPhone gewonnen hat – das sind alles Spam-Praktiken, die wir schon längst kennen. Nun haben es die Spammer allerdings auf die Spitze getrieben und zwar auf die Spitze der Geschmacklosigkeit.
Deutschland zittert noch immer vor den grausamen und feigen Anschlägen in Paris, die letztes Jahr einige Menschen das Leben gekostet haben. Internetkriminelle sind bei sowas allerdings nicht ansatzweise so emotional, für sie zählt einfach nur der Profit, den sie auf Kosten anderer erwirtschaften.
Genau deshalb ließen sich die Spammer nun auch eine sehr makabere Idee einfallen: Sie versendeten deutschlandweit eine Spam-Mail, in der sie sich als Bundespolizeipräsidium Potsdam ausgaben und angebliche Sicherheitstipps für Terrorwarnungen verteilten. Diese vermeidlichen Ratschläge sollten sich im Anhang befinden. Klickt der Benachrichtigte jedoch auf den Anhang wird der Rechner mit Schadsoftware der übleren Sorte infiziert. Wahrscheinlich können die eingeschleusten Programme persönliche Daten ausspähen, euren PC sperren oder andere ungewollte Aktionen hervorrufen.
Doch Spamschutz ist in diesem Fall nicht schwer. Die Spam-Nachricht ist durch die Verwendung schlechter Grammatik und Rechtschreibung äußerst einfach als solche zu identifizieren. Im Zweifelsfall einfach löschen oder die örtliche Polizeidienststelle benachrichtigen oder gleich einem guten Spamfilter gegen Malware und Spam vertrauen.
Liebe Spammer, verschenkt doch in Zukunft einfach wieder iPhones und nutzt nicht auch noch die Emotionen ahnungsloser Bürger aus – Oder wie wäre es gleich mit einem seriösen Beruf?

Terror-Spam

Wer zahlt denn für digitale Nachrichten?

Im Netz gibt es alles – auch die neusten News und Berichte zu fast allen Themen. Klar, alles kostenlos, alles gratis. So denken wohl viele, wenn es um das Thema Nachrichten aus dem Internet geht. Doch Moment Mal – Irgendjemand muss sich doch auch die Mühe machen und das alles verfassen?

Und bei dieser Frage wird es interessant. Mittlerweile hat sich durch das Internet eine „Alles-gratis-Kultur“ etabliert. Musik wird kostenlos gestreamt, Lexika wie Wikipedia haben immer eine Antwort parat und auch Filme sind kurz nach Kinostart bei irgendwelchen dubiosen Webseiten abrufbar. – Aber ist das wirklich in Ordnung?

Eine Statistik klärt auf, dass noch nicht mal jeder achte Nutzer von digitalen Nachrichten-Angeboten in einer Auswahl europäischer Länder etwas dafür gezahlt hat und Zukunft wohl auch nicht zahlen wird. Gerade mal knapp 15% zahlen im Durschnitt für ihre Online-News und ungefähr 10% könnten es sich in Zukunft vorstellen. Deutschland ist sogar auf dem zweitletzten Platz nach England, was die Zahlungsbereitschaft angeht.

Spamschutz

Fakt ist jedoch, dass die Digitalisierung nicht zu stoppen ist, also auch Nachrichten vermehrt online abgerufen werden. An sich ist das nicht verwerflich, denn momentan gibt es noch genug Menschen die für die traditionelle Tageszeitung bezahlen. Wird unsere Zeitung allerdings irgendwann aussterben und die Zahlungsbereitschaft für Nachrichten online stagniert, dann werden wir zukünftig ein Problem bekommen. Denn ohne jemanden, der die ganzen Menschen bezahlt, die unermüdlich unsere Nachrichten schreiben, wird es sie schlichtweg nicht mehr geben. Daraus folgt, dass wir aufgrund der Digitalisierung bald für online-Inhalte zahlen müssen – die Paywall machts möglich.

Ich bin mir sicher, dass sich die nachfolgende Statistik also noch erheblich verändern wird …